Henning Mankell
(Aus dem Schwedischen von Heidrun Hoppe)
Wenn ich ein Buch aufschlage, im dem es um zwei Freundinnen in den 1940er-Jahren geht, die ein Abenteuer erleben wollen, das nicht gut ausgeht, mache ich mich gefasst auf eine Geschichte, die mich Nerven kostet. Aber dass das Scheitern weiter und weiter geht, und auch Generationen von Frauen später nur hie und da ein Stück Zufriedenheit einkehrt – oder Resignation, auf jeden Fall kein Glück – damit hab ich nicht gerechnet.
Das andere Kind
Charlotte Link
Manchmal muss es einfach etwas Spannendes sein, das es mir schwer macht, meinem normalen Leben nachzugehen, wo ich mich hineinziehen lassen kann und das mich vor Nervosität meine Haare mit den Fingern zu Locken drehen lässt. Wenn ich so eine Lektüre „brauche“, lese ich gern Charlotte Link. Und mit „Das andere Kind“ hat sie es wieder einmal geschafft: Ich war 667 Seiten lang süchtig.
Manchmal muss es einfach etwas Spannendes sein, das es mir schwer macht, meinem normalen Leben nachzugehen, wo ich mich hineinziehen lassen kann und das mich vor Nervosität meine Haare mit den Fingern zu Locken drehen lässt. Wenn ich so eine Lektüre „brauche“, lese ich gern Charlotte Link. Und mit „Das andere Kind“ hat sie es wieder einmal geschafft: Ich war 667 Seiten lang süchtig.
Der alte König in seinem Exil
Arno Geiger
Manche Menschen bleiben die, die sie sind, bis zu ihrem Tod. Andere verändern sich, werden kauzig, gebrechlich oder depressiv. Und wieder andere bekommen heimtückische Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer. Davon konnte ich mir bisher – gottseidank – nur berichten lassen. Wie der Opa versucht hat, das Haustor mit der Zahnbürste aufzusperren, oder die Mutter einfach vergessen hat, dass sie essen und trinken muss. „Der alte König in seinem Exil“ hat nicht nur ein neues Bild dieser Verlust-Krankheit gezeichnet, sondern mir auch gezeigt, was sie einem geben kann.
Manche Menschen bleiben die, die sie sind, bis zu ihrem Tod. Andere verändern sich, werden kauzig, gebrechlich oder depressiv. Und wieder andere bekommen heimtückische Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer. Davon konnte ich mir bisher – gottseidank – nur berichten lassen. Wie der Opa versucht hat, das Haustor mit der Zahnbürste aufzusperren, oder die Mutter einfach vergessen hat, dass sie essen und trinken muss. „Der alte König in seinem Exil“ hat nicht nur ein neues Bild dieser Verlust-Krankheit gezeichnet, sondern mir auch gezeigt, was sie einem geben kann.
Fuchserde
Thomas Sautner
Was bedeutet es, anders zu sein? Einen anderen Lebensstil zu pflegen, sich nicht den gängigen Normen der Gesellschaft unterzuordnen, sondern so zu leben, wie das die eigenen Vorfahren schon seit Urzeiten tun? Was bedeutet es, deswegen nicht gern gesehen zu sein, abgeschoben und nicht akzeptiert? Wer sind diese Menschen, die bis heute nicht nur am Rand unserer Gesellschaft leben sondern auch am Rand unserer Städte und Dörfer?
Was bedeutet es, anders zu sein? Einen anderen Lebensstil zu pflegen, sich nicht den gängigen Normen der Gesellschaft unterzuordnen, sondern so zu leben, wie das die eigenen Vorfahren schon seit Urzeiten tun? Was bedeutet es, deswegen nicht gern gesehen zu sein, abgeschoben und nicht akzeptiert? Wer sind diese Menschen, die bis heute nicht nur am Rand unserer Gesellschaft leben sondern auch am Rand unserer Städte und Dörfer?
Das Museum der Unschuld
Orhan Pamuk
(Aus dem Türkischen von Gerhard Meier)
Nobelpreisträger, Lobeshymnen in der Presse, da kann ja gar nichts schiefgehen. Habe ich gedacht. Tja, da sieht man mal wieder, wie man sich täuschen kann und wie verschieden Geschmäcker sind. Meint die Süddeutsche Zeitung, „Das Museum der Unschuld“ sei ein „großartiger und trauriger Liebesroman“, finde ich ihn eher nur traurig.
(Aus dem Türkischen von Gerhard Meier)
Nobelpreisträger, Lobeshymnen in der Presse, da kann ja gar nichts schiefgehen. Habe ich gedacht. Tja, da sieht man mal wieder, wie man sich täuschen kann und wie verschieden Geschmäcker sind. Meint die Süddeutsche Zeitung, „Das Museum der Unschuld“ sei ein „großartiger und trauriger Liebesroman“, finde ich ihn eher nur traurig.
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