Buchstabenpuppe reloaded.

Mein letzter Post ist über ein Jahr her. In dem Jahr ist viel passiert, viele schöne Dinge, die mir nicht genug Zeit gelassen haben, meiner Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen, dem Lesen. Und wenn sich mal ein Buch auf mein Nachtkasl verirrt hat, hatte ich keine Lust darüber zu schreiben.

So startet heute eine neue Ära der Buchbesprechungen: ich mache keine mehr. Bücher, die ich nicht toll finde, werden nicht besprochen. Und aus Büchern, die mein Herz gewinnen, zitiere ich hier meine Lieblingspassagen. Denn Literatur spricht doch am besten immer noch für sich selbst.

Die Zeit, die Zeit


Martin Suter

Wer kennt ihn nicht, den Wunsch die Zeit zurückzudrehen, um eine Entscheidung rückgängig zu machen, die sich als falsch erwiesen hat. Oder zumindest als schmerzbringend. Denn was ist schon falsch? Und was richtig? Und wer entscheidet das?

Die Frauen von Picasso

Gertraude Clemenz-Kirsch

Vor ein paar Tagen hat mir jemand, der mir sehr wichtig ist, eine Geschichte erzählt, die so schön ist, dass sie mich zu Tränen rührt. Und weil in dieser Geschichte Picasso vorkommt, und ich so gut wie nichts über diesen Menschen weiß, habe ich mir nicht nur „Surviving Picasso“ angeschaut, sondern auch durch „Die Frauen von Picasso“ mehr darüber erfahren, was Pablo für ein Mann war, und wie er seine Beziehungen zu führen pflegte. Sehr interessant – vor allem, dass ich das ausgerechnet jetzt erlebe...

Gold

Chris Cleave

Chris Cleave hat geschafft, was vor ihm nur T. C. Boyle und Stephenie Meyer gelungen ist: „Gold“ ist eines der wenigen Bücher, das ich zweimal gelesen habe. Lesen musste, um die in mir aufsteigenden Gefühle einordnen und etwas über diesen außergewöhnlichen Roman schreiben zu können.

Pride and Prejudice

Jane Austen


Warum liest man Jane Austen (im Original versteht sich)? Es ist anstrengend. Es geht um Frauen in einer Zeit, als Ausschau nach Heiratsmaterial der vermeintlich einzige Lebensinhalt des weiblichen Geschlechts war. Klingt so gar nicht nach etwas, das mich reizen oder gar fesseln könnte. Allerdings finde ich, müsste man dann auch gleich fragen, warum jemand Goethe liest...