Die Schwierigen oder J’adore ce qui me brûle

Max Frisch

Als eine Freundin, die wahnsinnig viel liest, letztens zu mir gesagt hat, dass sie keine Literatur möge, habe ich noch gelacht. Nach Max Frischs „Die Schwierigen“ beschleicht mich allerdings das Gefühl, dass ich Literatur nicht kann. Während mir Belletristik runtergeht wie Öl, hat mich Anspruchsvolleres wieder einmal gequält. Jetzt: erschöpft, aber stolz.


Schmetterling und Taucherglocke

Jean-Dominique Bauby
(deutsch von Uli Aumüller)


Auf Flohmärkten kaufe ich normalerweise nichts, weil sich die großartigen Schnäppchen hartnäckig vor mir verstecken, oder Ramsch, für den ich spätestens einen Tag danach bereue, auch nur 50 Cent ausgegeben zu haben. Die 1 Euro 80 für „Schmetterling und Taucherglocke“ sind allerdings eine lohnende Ausgabe gewesen: nicht das beste Buch, das ich je gelesen habe, aber eine meiner denkwürdigsten Erfahrungen...

Unsichtbar

Paul Auster (deutsch von Werner Schmitz)


Manchmal weckt das große Können eines Autors in mir Widerstand. Bei den seitenlangen Sätzen in Thomas Bernhards „Ja“ habe ich mich gefragt, was er mir damit beweisen will. Ja, ich weiß, der Neid... Paul Auster hingegen schafft es, mich mit „Unsichtbar“ vollkommen zu verzaubern. Mit einer verstörend faszinierenden Geschichte, angenehm unprätentiös eingewoben in einen Rahmen aus vier unterschiedlichen Erzähl-Perspektiven, die inhaltlich auch noch Sinn ergeben.

Ferne Ufer

Diana Gabaldon (deutsch von Petra Hrabak, Sonja Schuhmann und Barbara Steckhan)

1075 Seiten geballte Lust, Exotik und Tragödie und keine einzige Seite Langeweile. Ein Grund, warum ich der Highland-Saga verfallen bin: es ist immer etwas los. In Teil drei ist zeitweise so viel los, dass ich dankbar für die fast angsteinflößende Dicke des Buches war. So hatte ich wenigstens zwischen den aufregenden Passagen genug Zeit zum Verschnaufen.

Die geliehene Zeit

Diana Gabaldon
(übersetzt von Sonja Schumacher, Rita Seuß und Barbara Steckhan)


Ja, ich bin gefangen. Gefangen in einer Welt aus Blut, Rache, Lust und Leidenschaft. Es ist wie die Sucht, die mich auch immer „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ einschalten lässt, wenn ich um 19.45 Uhr zu Hause bin. So banal das ganze auch sein mag, man will wissen, wie es weitergeht. Mich wundert, dass aus Diana Gabaldons Highland-Saga noch niemand eine Serie gemacht hat.